Freizeitparkstories mit Svenja

Jede Leidenschaft, jedes Hobby hat seinen Anfang. Heute möchte ich euch meine Story erzählen, warum mich mein Leben lang schon Freizeitparks und Achterbahnen begeistern.

Angefangen hat es bereits in der Kindheit. Meine Mutter (bis heute noch eine leidenschaftliche Freizeitparkgängerin und großer Achterbahnfan) hat mich bereits von klein an auf Volksfeste und Kirchweihen geschleppt und ist mit mir alles gefahren was möglich war. In Erinnerung geblieben ist mir besonders „die Spinne“ aus der man mich nur schwer rausbekommen hat. Das ständige hoch und runter und die sich drehenden Gondeln machten unheimlich Spaß. Aber auch die klassische Schiffschaukel oder die Wildwasserbahn waren bei mir immer hoch in Kurs.

Parallel dazu besuchten wir häufig Freizeitparks in der Nähe wie z. b. Schloss Thurn, Geiselwind und Bayern Park. Irgendwann starteten wir ins Phantasialand. Für das Phantasialand war ich (und auch meine Eltern) sofort Feuer und Flamme! Die verschiedenen Themenbereiche und Fahrattraktionen fand ich einfach toll. Es gab soviel zu entdecken. Da konnten die anderen Parks, die ich bis dahin kannte nicht mithalten. Meine Begeisterung  gehörte damals voll und ganz der Attraktion „Galaxy“, die es leider schon seit Jahren nicht mehr im Phantasialand gibt. Alex von Galax war das erstes Maskottchen das  ich in mein Herz geschlossen hatte. Ich hoffe noch bis heute irgendwo auf eBayKleinanzeigen und Co. Merchandise von diesem grünen Männchen zu finden. Im Phantasialand bin ich dann auch meine ersten „großen“ Achterbahnen als Kind gefahren. Allen voran die Gebirgsbahn (leider 2001 durch einen Großbrand zerstört worden) und die Colorado Adventure, die ich immer noch sehr gerne fahre. Aber auch die die Silbermine oder auch die Hollywood-Tour waren meine Highlights. Da ich quasi nicht genug vom diesen Park bekommen konnte, kauften mir meine Eltern die Phantasialand Videokassette, die ich mir damals gefühlt jeden Tag angeschaut hatte. Den Phantasialand-Song kann ich bis heute noch auswendig.

Nachdem meine Eltern  und ich das Phantasialand in und auswendig kannten, fuhren wir zur Abwechslung mal in einen anderen Park. und dieser hatte es wirklich nicht leicht mich (und auch meine Familie) zu beigestern: der Europa-Park. Man kann sagen – Liebe auf dem ersten Blick war es nun wirklich nicht. Als eingefleischte Phantasialand-Fans war der Europa-Park zwar nicht schlecht aber einfach nicht so wie das Phantasialand. Das gewisse Heimatgefühl hat gefehlt. Übrigens: meine erste Fahrt hier war die Wichtelbahn im damaligen Märchenwald.

Doch irgendwann kam die Wende und wie es dazu gekommen ist, daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Nach einer kleinen Pause gaben wir jedenfalls dem Europa-Park eine weitere Chance.
Plötzlich hat es gefunkt und eine große Liebe – die bis heute andauert hat sich entwickelt. Vor allem mit der Eröffnung des ersten Themenhotels dem El Andaluz 1995 wurde der Europa-Park für uns zum zweiten zuhause. Mir hat es dort so gefallen, dass ich sogar später auf der Realschule Spanisch als Wahlpflichtfach genommen habe – aber das nur nebenbei.  Als dann noch Attraktionen wie Euro-Mir und Poseidon hinzu kamen wäre ich am liebsten gar nicht mehr nach Hause gefahren.

Dann aber musste meine Achterbahnliebe eine kleine Pause einlegen. Wir besuchten weiterhin parallel zum Europa-Park und Phantasialand noch andere Parks wie Tripsdrill und Holiday Park. Im Holiday Park fuhr ich mit meiner Mutter eine Achterbahn für die ich höchstwahrscheinlich damals noch zu klein war (obwohl es lt. Aushang  passen hätte müssen). Ich hatte während der Fahrt das Gefühl rauszufliegen (ich dachte ich rutschte durch den Bügel). Dieses Gefühl und diese Panik hatten sich damals so eingebrannt, dass ich ca. zwei Jahre lang in keine Achterbahn mehr gestiegen bin – auch wenn wir zu dieser Zeit oft im Europa-Park waren. Dank der Hartnäckigkeit meiner Mutter nahm ich irgendwann meinen Mut zusammen und stieg wieder ein.  Meine erste Achterbahn nach diesen für mich damals einschneidenden Erlebnis war die Euro-Sat. Nach dieser Fahrt platzte der Knoten und ich tastete mich vorsichtig wieder an Achterbahnen herran und bereits nach kurzer Zeit war kein Fahrgeschäft mehr von mir sicher. Nur die Silver Star hatte mich damals noch Überwindung gekostet – nun Jahre später kann ich nur müde darüber lachen. Sie gehört immer noch zu meinen Lieblingsachterbahnen.

Jetzt viele Jahre später und Anfang 30 sitze ich mehr denn je in Achterbahnen und besuche Freizeitparks.  Zusammen mit meinem Freund, den ich mit meiner Begeisterung dafür anstecken konnte. Auch das Phantasialand wird wieder regelmäßig besucht. Obwohl ich beim ersten Besuch nach einigen Jahren  aus allen Wolken gefallen bin, da quasi dort nichts mehr aus meiner Kindheit übrig geblieben, ist das Phantasialand meine absolute Nummer zwei. Dort steht auch meine Lieblingsachterbahn Taron,  die mir von der ersten Fahrt an mein Herz gestohlen hat.

Mein Homepark ist aber nach wie vor der Europa-Park. Keine Liebe auf dem ersten Blick aber dafür jetzt umso intensiver. Jede Fahrt dort hin ist eine Fahrt nach Hause. Dort bin ich quasi aufgewachsen und habe so viele schöne Erinnerungen dort. Deshalb war es auch für mich (wie bestimmt auch für viele andere) ein schwerer Schicksalsschlag, als vor zwei Jahren die Themenfahrt Piraten in Batavia, Teile des holländischen Themenbereichs sowie der skandinavische Themenbereich einem Großbrand zum Opfer gefallen sind.

Was den Europa-Park für mich so besonders macht sind definitiv auch die mittlerweile sechs Themenhotels. Für mich gehören sie einfach zum „Gesamterlebnis Europa-Park“ dazu. Hier fühle ich mich nicht nur wie ein Gast sondern wie ein Familienmitglied das wieder nach Hause kommt.

Ein weiteres Highlight was diesen Park auszeichnet, ist die Halloween- und die Wintersaison. Besonders die Halloweensaison könnte für mich gerne ein wenig länger andauern. Die gruselige Atmosphäre, die Halloweendeko, das kühle Wetter und die herbstlichen Farben bringen mich immer zum Strahlen (was ansonsten recht selten vorkommt).

Wie ihr merkt, zählen für mich nicht nur die krassesten Achterbahnen und Fahrgeschäfte. Für mich ist das Gesamtpaket wichtig und da spielt die Thematisierung eine wichtige Rolle. Das ist auch der Grund dass Besuche auf Rummelplätzen extrem nachgelassen haben.

Ich hoffe jedenfalls, dass ich noch viele Jahre diese Begeisterung für Freizeitparks und Achterbahnen habe. Zugegeben – viele belächeln es, wenn man erzählt, dass man gerne Freizeitparks besucht. Ich bin froh, dass meine Mutter mich da von Anfang an so mitgenommen hat und hoffe, dass ich auch wie sie noch in vielen Jahren gerne Achterbahn fahre. Und wie es das Schicksal so wollte, habe ich letztes Jahr durch meine Freizeitparkliebe zwei ganz tolle Mädels kennengelernt, mit denen ich fast täglich schreibe.

So nun kennt ihr meine Freizeitparkstory. Aber was ist mir eurer? Seid ihr auch so gerne in Freizeitparks unterwegs wie ich? Da ich finde, dass es so viele Mädels und Frauen da draußen gibt, die diese Leidenschaft teilen und jede davon ihre Freizeitparkstory dazu erzählen sollte, stelle ich euch ab jetzt jede Woche eine leidenschaftliche Freizeitparkgängerin vor. Seid also gespannt auf jede Menge Stories die unterschiedlicher nicht sein können aber eine Gemeinsamkeit haben: nämlich die Liebe zu Freizeitparks.

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