Freizeitparkstories mit Amy

Wenn ich Bilder vom CanCan Coaster im Europa-Park sehe, muss ich auch gleich an die liebe Amy denken, die nicht nur als Ride-Operator in der Eurosat 2.0 arbeitet sondern ihre Liebe zu dieser Achterbahn auf der Haut verewigt hat. Ob sie noch weitere Tattoo-Pläne hat und wie sie zum Freizeitparkfan wurde, könnt ihr hier erfahren.

Hej Amy! Freut mich wirklich sehr, dass du bei Freizeitparkstories mitmachst! 🙂 Zuallererst: Erzähl uns deine Freizeitparkstory! Wie entstand deine Liebe zu Freizeitparks und Achterbahnen?

Die Liebe und die Faszination für Freizeitparks entstanden bereits in meiner Kindheit. Ich komme aus der Schweiz und für mich war es immer ein Highlight, wenn es einmal im Jahr in den Europapark ging. Meistens dann für 2-3 Tage am Stück mit Übernachtung im Colosseo. Meine Eltern sind nicht viele Achterbahnen gefahren, so waren es eigentlich nur der Alpenexpress und die alte EuroSat, die mich begleitet haben. Zwischen 2014 und 2017 hatte ich dann eine Pause von Freizeitparks und habe den Europapark auch nicht besucht. 2017 bin ich dann mit einer Freundin aus meiner Ausbildung in den Park gefahren und die Liebe kam sofort zurück. Ich habe mir direkt eine Clubkarte zugelegt und bin ich wieder monatlich in den Park gefahren und habe auch angefangen andere Parks zu besuchen, um verschiedene Freizeitparks zu sehen und dessen Attraktionen zu fahren.

Mit der Zeit hat es mir aber nicht mehr gereicht, nur noch ein 1-2 Mal pro Monat im Europapark zu sein, weshalb ein längst vergessener Kindheitswunsch in mir aufkam: Im Europapark arbeiten! So habe ich mein Hobby und meine Leidenschaft schließlich auch zum Beruf gemacht und bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

Wie sieht für dich ein perfekter Tag in einem Freizeitpark aus?

Ich bin zwar ein Mensch der dafür wäre, dass es nur noch Regen auf der Welt gibt, aber für einen Freizeitpark sollte lieber schönes Wetter vorliegen. Nicht zu sonnig, eher angenehm bewölkt (bin ich zu heikel was Wetter betrifft? Ich meine im Regen BlueFire zu fahren macht eigentlich auch Spass). Am liebsten bin ich mit Freunden unterwegs, jedoch klein gehaltene Gruppen maximal 4 Leute, für gewisse Achterbahnfahrten kann man auch gerne mehrere sein, aber ein kleiner Kreis ist viel angenehmer. Egal welcher Park als erstes wird einer der Top-Bahnen gefahren (CanCan zähl ich da übrigens mit) zum Beispiel: Phantasialand – Taron oder F.L.Y, Tripsdrill HüK oder Karacho, u.s.w.

Danach geht’s kreuz und quer durch den Park und es wird alles an Fahrgeschäften mitgenommen, was geht. Essen muss nicht sein, mache ich aber für meine Begleitung meistens mit (FunFact: In meiner EP-Rückkehr im Jahr 2017 habe ich von morgens bis abends nichts gegessen, da meine Emetophobie das nicht wollte. Mittlerweile kann ich vor den Bahnen essen was ich will, aber bei mir unbekannten Bahnen, muss es immer auf leeren Magen sein)

Kurzfassung: Viele Bahnen, viel Spass, Wetter egal (keine pralle Sonne), gute Laune und die richtige Begleitung. Denn die richtige Begleitung rundet einen Besuch erst richtig ab!

Ach ja ich habe ein Faible für Souvenirs. Am Ende des Tages muss ich mir immer etwas aus dem Parkshop geholt haben, doch muss ich dies immer schon am Morgen der ganzen Gruppe verkünden, damit es im Zeitplan einberechnet wird und nicht vergessen geht! 😀

Gibt es etwas, was du nie oder nur mit großer Überwindung fährst?

Das klingt jetzt etwas komisch, aber ich muss mich bei jeder neuen Achterbahn oder bei jedem neuen Thrill Fahrgeschäft überwinden. Ich habe keine Angst vor Achterbahnen jedoch leide ich unter Emetophobie und ich muss jede Bahn einmal ohne minimale Anzeichen von Übelkeit fahren, bevor meine Angst verschwindet. Beim zweiten Mal fahre ich dann alles ohne Angst. Mir wird auf Achterbahnen nie schlecht, aber durch diese verinnerlichte Angst, ist das leider ein Prozess, den ich bei jeder Neuheit einmal durchmachen muss.

Deine Lieblingsachterbahn und warum?

CanCanCoaster – überrascht? Ich auch. Ich liebe den CanCan und da war die Bahn noch im Bau, aber ich war von Anfang an eine Befürworterin der Bahn. Ich trauere auch der alten EuroSat nach, da es meine Kindheit war, aber ich finde die neue Bahn sehr schön thematisiert, die Fahrt an sich ist sehr schön und durch die Arbeit habe ich die Bahn natürlich noch lieber.

Dein lustigstes Erlebnis in einem Freizeitpark?

Das war eine Fahrt mit der Euro Mir im Sommer. Der Klassiker in der Jahreszeit: Von Sonnenschein auf Gewitter in 2,5 Sekunden. Es war sehr schön, wo wir im Park waren und als wir für Euro Mir anstanden war es zwar bewölkt, aber trocken. Während der Fahrt im Trommellift, kam dann die «schlecht Wetter» Ansage und in dem Moment war mir klar: ich will gerne aussteigen – Danke.

Wir haben uns alle sehr gefreut (Sarkasmus ende) und als wir oben ankamen, sind wir in einen sehr starken Regen gefahren. Die Fahrt haben wir dann mit geschlossenen Augen und zusammengezogenen Köpfen über uns ergehen lassen und sind dann klatschnass in den Bahnhof eingekehrt.

Dein Homepark und wo entspannst du dort am liebsten?

Homepark ist natürlich der EP und am meisten halte ich mich in Frankreich auf. Dort entspanne ich auch am liebsten entweder mit einer Fahrt im CanCanCoaster, oder einfach gemütlich um den See rumsitzen und Crêpes essen.

Welche Freizeitparks stehen noch auf deiner Bucket-List?

Liseberg, Efteling, Toverland und sämlichte Parks in Amerika und auch in Japan.

Wenn du einen Tag in einem anderen Freizeitpark arbeiten könntest, welcher Freizeitpark wäre es dann und was für einen Job würdest du dort gerne machen wollen?

Langweilig, aber ich würde dem Europapark treu bleiben. Würde aber für den Tag die Abteilung wechseln und im Storytelling Bereich Charaktere erfinden und Geschichten schreiben, die man für Attraktionen oder Media einsetzen kann.

So und jetzt noch zwei persönlichere Fragen an dich …

Deine Liebe zum CanCan Coaster kann man auch auf deiner Haut bestaunen. Wie lange bist du für beide Tattoos unter der Nadel gelegen und hast du vielleicht noch ein weiteres CanCan Coaster Tattoo in Planung? 🙂

Das Logo war eine Sitzung von 4,5 Stunden, der Zug hatte bis jetzt 3 Sitzungen mit jeweils 5 Stunden und eine Sitzung fehlt mir da noch, da ein kleiner Teil noch nicht gefärbt ist und wir noch Nachbesserungen machen werden. Das kleine Moulin Rouge mit dem Schriftzug war eine kleine Sache von 20-30 Minuten. Ich habe eigentlich gesagt, dass ich keine weiteren CanCanCoaster Tattoos will und das Projekt für mich abgeschlossen ist, aber mir schwirren da noch ein paar Ideen im Kopf, die ich vielleicht doch irgendwann umsetzen werde.

Wer dir auf Instagram folgt weiß, dass du als Ride Operator im Europa-Park arbeitest und das an deiner Lieblingsbahn dem CanCan Coaster. Was schätzt du? Wie viele Bügel am Tag kontrollierst du während deiner Schicht?

Das ist eine gute Frage. Natürlich kommt das immer auf die Anzahl Züge drauf an und die Anzahl Mitarbeiter, die man im Bahnhof stehen hat. Ich gehe jetzt Mal von 5 Zügen und 2 Mitarbeitern aus, da schätze ich ca.  2`200 Bügel pro Tag/Schicht 😀

Und das war auch schon wieder die Freizeitparkstory von der lieben Amy. Viele tolle #cancancoasterliebe Bilder und weitere Eindrücke aus dem Europa-Park findet ihr auf ihrem Instagram-Account (@rubina_skola). 🙂

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